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Pseudotuberkulose Tularämie Tuberkulosen Pasteurellose - bakterielle Wildkrankheiten

21/04/2019
jaeger-werden
Pseudotuberkulose Tularämie Tuberkulosen Pasteurellose - bakterielle Wildkrankheiten

Pseudotuberkulose Tularämie Tuberkulosen Pasteurellose - bakterielle Wildkrankheiten
• Was sind Bakterien?
Bakterien sind Spaltpilze. Sie haben keinen erkennbaren Zellkern und vermehren sich bei geeigneter Temperatur sehr schnell durch Querteilung. Sie haben Stäbchen-, Schrauben- oder Kugelform und sind bei 1000facher Vergrößerung sichtbar zu machen. Bei der Organuntersuchung fällt vor allem eine vergrößerte Milz auf.

• Welche bakteriell bedingten Krankheiten können bei Wild Vorkommen?
Die Pseudotuberkulose ist mit weitem Abstand die wichtigste durch Bakterien verursachte Krankheit. Sie tritt bei vielen Tierarten auf, besonders bei Hasen, Nagetieren, Kaninchen aber auch bei Rehen und Vögeln.

Pasteureilose, Salmonellosen, Tularämie, Rotlauf, Staphylococcose und Moderhinke sind weniger von Bedeutung. Milzbrand und Tuberkulosen werden nur noch ganz selten beobachtet. Daneben gibt es noch viele andere Bakterien, die Einzelerkrankungen hervorrufen. Hierher gehören die Eitererreger.

Pseudotuberkulose und Tularämie
• Welche Nagerkrankheiten kommen vor?
Die Pseudotuberkulose und die Tularämie. Beide Krankheiten kommen bei Hasen, Kaninchen und Nagetieren (Mäuse, Hamster, Ratten) vor, zudem auch bei Vögeln und vielen anderen Tieren. Auch der Mensch kann betroffen sein. Ferner kommen Pasteureilose, Staphylococcose und Brucellosen vor.

• Wie unterscheiden sich Pseudotuberkulose und Tularämie?
Die Unterscheidung kann schwierig sein. Bei der Pseudotuberkulose werden in Leber, Milz und Lunge zahlreiche kleine gelbe Abszesse gefunden. Die Milz ist vergrößert. Diese Krankheit spielt im Gegensatz zur Tuberkulose in der Natur eine große Rolle, da sie besonders im Winter alleine etwa 15% der gesamten Hasenverluste bewirkt.


Abb. Pseudotubekulose und Coccidiose eines Junghasen. Im blutig entzündeten Dünndarm ist ein Eiterherd erkennbar, verursacht durch Coccidien (Junghasen-Parasiten). Vom Dünndarm ging dann eine Pseudotubekuloseinfektion aus. Anzeichen dafür sind die feinen Eiterherde in der Leber und eine Milzvergrößerung. Die Blutarmut der Lunge ist eine Folge der blutigen Dünndarmentzündung.

Bei der Tularämie, die weniger häufig ist, kommt es zu einer ungewöhnlich starken Milzvergrößerung mit Verkäsung, Lymphknotenschwellung und feinsten kleinen gelben Herden vornehmlich in der Leber. Zugvögel spielen bei der Verbreitung eine Rolle. Sie ist von Nagetieren, Hasen und Vögeln leicht auf den Menschen übertragbar und verläuft bei ihm mit Fieber, Milzschwellung und Schwellung der Lymphknoten, die zum Teil vereitern. Es ist eine recht langwierige Krankheit mit entsprechender Erholungszeit.

Tuberkulosen
• Was verstehen wir unter den Tuberkulosen?
Es handelt sich um 3 verschiedene Krankheiten verursacht durch verwandte Bakterien, die vornehmlich beim Rind, beim Menschen und beim Geflügel Tuberkuloseinfektionen hervorrufen. Alle 3 Arten sind aber nicht auf ihren Haupt-wirt beschränkt. Rinder- und Menschentuberkulose spielen bei Wild keine Rolle. Dagegen sind besonders Wildhühnervögel in Fasanerien gefährdet, die mit über 2 Jahre altem Hausgeflügel Kontakt haben. Auch das Wildschwein steckt sich an achtlos weggeworfenen Hühnervögeln an. Alte Glucken stellen auch eine Gefahr für Fasanenkükenbrut dar.

Pasteurellose
• Was muss man über Pasteurellose wissen?
Pasteurellose ist eine durch schlechte Lebensbedingungen ausgesprochen begünstigte Bestandserkrankung bei Hasen und Kaninchen. Darum gilt für die Bekämpfung insbesondere, dass bessere Äsung und Deckung geschaffen sowie eine Bestandsregulierung durchgeführt werden muss.

Anzeichen für die Pasteurellose sind Magen- Darmentzündungen, Lungenentzündung, Rötung der Luftröhre, leichte Milzvergrößerung, bei chronischem Verlauf Eiterung in der Lunge und Abmagerung.


Abb. Geflügeltubekulose beim Fasan; Leber und Herz sind abgebildet. Die Leber ist total durchsetzt von Fiterherden.

Abb. Pasteurellose beim Alt- (u.re.) und Junghasen (u.U.); beim Althasen chronischer Verlauf mit großen Eiterungen in der Lunge, beim Junghasen akute blutige Entzündung der Lungenspitzenlappen. Beide Milzen (o.) sind vergrößert.

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