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Sträucher Sanddorn Holunder-Arten Deckungsstraucharten - Jägerprüfung Fragenkatalog

06/05/2019
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Sträucher Sanddorn Holunder-Arten Deckungsstraucharten - Jägerprüfung Fragenkatalog

Sträucher Sanddorn Holunder-Arten Deckungsstraucharten - Jägerprüfung Fragenkatalog
• Welcher Strauch gilt als bevorzugte Hasenäsung?
Der Besenginster (Sarothamnus scoparius). Der Schmetterlingsblütler behält während des ganzen Jahres seine Blätter und wird auch vom Reh- und Rotwild gerne verbissen. Er ist als Bienenweide begehrt. Der Ginster mag kalkarme Böden und mildes atlantisches Klima, ist bodenverbessernd, lichtbedürftig und empfindlich gegen Fröste, doch immer wieder ausschlagend.

• Darf man einen Sanddorn einzeln pflanzen?
Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides) ist eine zweihäusige Pflanze. Damit die Sträucher fruchten, bringt man weibliche Pflanzen gemeinsam mit männlichen aus (auf ein Dutzend weibliche einen männlichen Strauch). Die Gewächse werden übermannshoch und haben lanzettförmige Blätter, die unterseits silbrig schimmern. Der Sanddorn wächst auch in Sand- und Kiesgruben. Wegen seiner Dornen pflanzt man ihn als natürlichen Stachelzaun. Die orangen, sehr Vitamin-C-reichen Früchte des Deckungsstrauches werden u.a. zur Bereitung von Marmelade und als Fasanenfutter genutzt.

48 Welche Holunder-Arten gibt es bei uns?
Den Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) und den Roten Traubenholunder = Hirschholunder (S. racemosa). Beide Arten brauchen einen frischen, nährstoff- und v.a. stickstoffreichen Boden. Man findet die Sträucher an Wald- und Wegrändern, unter lichtem Schirm sowie auf Lichtungen. Holunder wird gern verbissen, seine Beeren werden von 62 verschiedenen Vögeln und sogar vom Reh aufgenommen. Seine Blüten bieten wichtige Insektennahrung, sein Laub wird sehr rasch abgebaut. Er ist dadurch ökologisch sehr wertvoll. Der Holunder ist seit jeher dem Menschen als Heilpflanze bekannt.

• Welche Vorteile haben Brombeere, Himbeere und Heidelbeere im Waldrevier?
Die Brombeere (Rubus fruticosus) ist ein lebender Stacheldraht, der sich schnell zu einem flächigen Deckungsstrauch ausbreitet. Sie kommt auf fast allen Böden vor und wächst auch gern im Halbschatten. Sie festigt Böschungen. Ihre Früchte sind vitaminreich. Ihr Laub wird gerne geäst und bietet weit in den Winter hinein noch einen beachtlichen Nahrungsvorrat für das Wild. In den letzten Jahren nimmt die Brombeere allerdings oft Überhand und kann in Kulturen und Naturverjüngungen verdammend wirken.

Auch die Himbeere (Rubus idaeus) wird von allem Schalenwild aufgenommen. Vor allem auf Kahlschlagfiächen wachsen diese Sträucher nach kurzer Zeit und bilden paradiesische Wildeinstände.

Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) bereichern die Krautschicht eines Waldes und stellen auf sauren Böden ein unerschöpfliches Nahrungsreservoir dar; vor allem die selten gewordenen Raufußhuhnarten sind darauf angewiesen.

• Welche Deckungsstraucharten werden allgemein gerne verbissen?
Der Gemeine und der Wollige Schneeball (Virburnum opulus und V. lanlana). I)ii ;se Sträucher werden bis zu fünf Meter hoch und haben eine starke Ausschlagkraft. Beide schätzen nährstoff- und basenreiche Standorte. Der Gemeine Schneeball verträgt nässere Böden. Man nimmt die Sträucher auch gern zur Gestaltung von Waldrändern. Ihre Blüten bieten wichtige Insektennahrung, ihre Früchte werden durch Vögel verbreitet.

• Wer ist der früheste Blüher unter den Sträuchern?
Die Kornelkirsche = Gelber Hartriegel
(Cornus mas). Die kleinen gelben Doldenblüten erfreuen schon oft im Februar unser Auge. Der Strauch wächst auf basenreichen Böden und braucht warmes Klima. Man sollte ihn möglichst früh auf den Stock setzen, damit er strauchförmig bleibt und nicht zum Baum aufschießt. Seine Früchte werden von Flug- und Schalenwild genommen. Man pflanzt die Kornelkirsche u.a. auch in Fasanenremisen.

• Welcher Strauch verträgt viel Schatten und auch nasse Böden?
Der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea). Er blüht weiß. Seine Früchte, die in Dolden zusammenstehen, sind schwarzblau und werden von vielen Vögeln genommen. Die Winteräste des im äußersten Fall 4 m hoch werdenden Strauches schimmern blutrot. Man pflanzt den Hartriegel gern ins schattige Zentrum einer Remise.

• Welche Sträucher sind vorzügliche Vogelschutzgehölze?
Die Weißdorn-Arten (Crataegus monogyna und C. laevigata) und die Schlehe oder Schwarzdorn (Prunus spinosa). Ihre Früchte werden von fast allen Vögeln gerne genommen. Insbesondere profitieren Rebhühner und Fasanen von ihnen. Zugleich sind die sperrigen Büsche mit ihren dornigen Zweigen ideale Schutz- und Deckungssträucher und deshalb als Remise oder als Hekke in der freien Landschaft besonders wertvoll, v.a. für Heckenbrüter wie den Neuntöter, Goldammer und Heckenbraunelle.

• Die Früchte welcher Straucharten sind für den Menschen giftig?
Die Früchte des Seidelbastes (Daphne mezereum), der nur 0,30 bis 1,20 m hoch wird und die des Pfaffenhütchens (Euonymus europaeus) mit den grünen durch Korkleisten vierkantigen jungen Zweigen.

Der Seidelbast oder Kellerhals ist einer unserer schönsten und giftigsten Sträucher. Er blüht im zeitigen Frühjahr vor dem Laubaustrieb rosa.

Das Pfaffenhütchen, vom Rehwild viel verbissen, trägt angeblich zur Gesunderhaltung unseres Wildes bei.

Giftig sind auch die Samen und Zweige der Eiben (Taxus baccata). Es gibt noch weitere giftige Waldpflanzen: Tollkirsche, Fingerhut, Schierling.

• Die Früchte welcher Sträucher heißen Hagebutten?
Die der Wild-Rosen, z.B. der Hunds-Rose = Hekken-Rose (Rosa canina).
Im Winter sind die Hagebutten begehrte vitaminreiche Zusatzfrüchte. Der wunderschön blühende Strauch hilft bei der Gliederung und Gestaltung der Landschaft. Er liebt sonnige Standorte und kalkhaltige Böden. Der sehr stachelige Strauch bildet aus Wurzelhals und Seitenwurzeln Schösslinge und oft dichte Bestände.

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