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Die “heilige Jagd” - wie in den früheren Naturvölkern Jagd gelehrt wurde

14/09/2023
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Die “heilige Jagd” - wie in den früheren Naturvölkern Jagd gelehrt wurde

Die “heilige Jagd” - wie in den früheren Naturvölkern Jagd gelehrt wurde!
In den frühen Tagen der Menschheit, als unsere Vorfahren eng mit der Natur verbunden waren, war das traditionelle Jagen, also die “heilige Jagd” bei Tieren weit mehr als nur eine Methode zur Beschaffung von Nahrung. Man nannte es einen Tanz zwischen Mensch und Tier, ein Ausdruck von Respekt, Wertschätzung und tiefer Verbundenheit mit der natürlichen Umwelt unserer Natur. Den Naturvölkern, die diese uralte Praxis praktizierten, ging es nicht nur darum, den Hunger zu stillen. Es wurde auch eine spirituelle Verbindung zur Erde hergestellt, zu den Tieren und zur eigenen Identität.

Die Jäger dieser Gesellschaften betrachteten sich als Teil des Ökosystems, nicht als dessen Herrscher oder Machtgeber. Sie lebten ein tiefes Verständnis für die Kreisläufe des Lebens und den Rhythmus der Natur. Vor der Jagd, ehrten sie die Geister der Tiere und baten um Erlaubnis, einen Teil der Schöpfung wegzunehmen. Diese Demut und Dankbarkeit waren zentrale Elemente des Jagdrituals. Die Verbindung zu den ausgewählten und gejagten Tieren war so stark, dass es für die Jäger oft schmerzlich war, ein Tier zu töten, das sie fast schon als Bruder oder Schwester betrachteten.

Welche Fähigkeiten wurden erfordert und gelebt?
Die traditionelle Jagd “heilige Jagd” erforderte nicht nur körperliche Kräfte und Fähigkeiten, sondern auch eine tiefe Beobachtungsgabe und intuitive Einsicht für den Beobachter. Jäger mussten die Spuren der Tiere lesen können, ihre Bewegungen antizipieren und die Gewohnheiten unterschiedlichster Tiere verstehen. Dieses Wissen wurde von Generation zu Generation weitergegeben und war ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Erbes. Denn die Jagd war eine tolle Möglichkeit, Geschichten darüber zu erzählen, Wissen zu teilen und Gemeinschaften zusammenzubringen und so gab es immer etwas Interessantes zu erzählen.

Für welche Zwecke wurde die traditionelle Jagd genutzt?
Die frühere traditionelle Jagd bot nicht nur überlebenswichtige Nahrung, sondern auch Ressourcen für Kleidung, Werkzeuge und schönen Schmuck. Nichts wurde verschwendet – jedes Teil eines erlegten Tieres wurde sorgfältig genutzt, um den Respekt vor dem Leben zu zeigen. Diese Tiere wurden nicht nur gejagt, um zu überleben, sondern auch, um eine Balance im Ökosystem aufrechtzuerhalten. Die Jäger verstanden, dass sie Teil eines größeren Ganzen waren und dass ihre Handlungen Auswirkungen hatten, die über ihre unmittelbare Gemeinschaft hinausreichten. Deshalb wurde nicht zu viel gejagt.

Die traditionelle Jagd war eine Kunst, die den Menschen half, ihre Rolle in der Welt zu verstehen. Es war eine Möglichkeit, mit der Natur in Dialog zu treten und die eigenen Fähigkeiten zu schärfen. Die Emotionen, die mit diesem Prozess verbunden waren, reichten von Ehrfurcht und Freude über den Erfolg bis hin zu Trauer über das Vergießen von Blut. Diese unterschiedlichen Gefühle der Menschen waren Ausdruck der tiefen Verbindung zwischen Mensch und Natur.

Was kann man von der heiligen Jagd lernen?
Heute, in einer Welt, in der Nahrung oft in Supermärkten verfügbar ist und die Entfremdung von der Natur weit verbreitet ist, können wir von den Traditionen der Naturvölker lernen. Wir alle zusammen können wieder lernen, mit Respekt und Achtsamkeit auf die natürliche Welt zu blicken, die Tiere zu ehren, die uns ernähren, und uns unserer Verantwortung als Hüter des Planeten bewusst zu werden. Ebenso wie wir Dankbarkeit und Demut zeigen dürfen. Indem wir uns an diese alten Lehren erinnern, können wir eine tiefere Verbindung zur Natur herstellen und ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt wiederherstellen.

In der aktuellen Zeit, wird wie bei so vielem in unserer Kultur, auch bei der Jagd viel Wert auf Äußerliches und Materielles gelegt. Es geht um die ideale Jagd Kleidung, Waffen- und Geschosstypen, die vorgegebenen Abschusszahlen, Trophäen und ihre Bewertungen, Rechtliches und Brauchtum.

Aber wo bleibt der Mensch, bei diesen vielen Themen?
Wer kümmert sich darum, dass ein Raum ermöglicht wird, in dem es dem Jäger und der Jägerin möglich ist, über die neuen aufkommenden Gefühle zu sprechen. Vielleicht auch darüber, was es für bedeutet, das Leben eines anderen Wesens mit Gewalt oder einem einfachen Schuss zu beenden?

Welche Gefühle kommen da auf und worüber will gesprochen werden? Was empfindet man, wenn man ein Tier erlegt hat? Kommt da Freude, Stolz, Respekt, Schmerz auf? Kommt gleich an die „rote Arbeit“? Auf welche Weise erweist man dem Wild die letzte Ehre nach dem Tod? Folgt man dabei mechanisch den „Traditionen“ aus den Lehrbüchern oder findet man nach Wegen diese mit Sinn zu füllen? Das respektvolle Jagen ist für jeden möglich und gar nicht so schwer.

Bilder von freepik . com

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