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Witterung Wetter Gesellschaftsjagden Zeiten Jagdausübung und Gewitter im Revier

29/04/2019
jaeger-werden
Witterung Wetter Gesellschaftsjagden Zeiten Jagdausübung und Gewitter im Revier

Witterung Wetter Gesellschaftsjagden Zeiten Jagdausübung und Gewitter im Revier
• Warum sollen Gesellschaftsjagden auf Schalenwild in der Zeit zwischen Mitte Oktober bis zum 20. Dezember stattfinden?
Werden vorher versehentlich Alttier, Führungsbache oder auch Ricke vor dem Kalb, den Frischlingen oder dem Kitz erlegt, so kümmern diese und haben große Probleme ohne eine Führung zu überleben. Dies trifft insbesondere beim Rotwild zu, wo die Kälber ohne die Führung des Alttiers in aller Regel aus dem, sich wiederfindenden Rudel ausgestoßen werden. Der fehlende Sozialkontakt des dann einzeln ziehenden Kalbes beeinflusst dieses dermaßen, dass trotz möglicher Nahrungsaufnahme das Kalb eingeht. Da es sich nicht an die „normalen“ Gewohnheiten des Rudels hält, ist ein Wiederfinden eines solchen Kalbes meist sehr schwierig und der nachträgliche Versuch einer Erlegung oft erfolglos.

Ab Mitte Dezember befindet sich dann v.a. wiederkäuendes Schalenwild in einem Stoffwechseltief und erleidet durch Beunruhigungen sehr hohe Energieverluste, die aufzuholen zu verstärkten Schäl- und Verbissschäden führen würde. Aus jagdpraktischer Sicht verbieten sich Gesellschaftsjagden vor diesem Zeitpunkt, weil meist die Belaubung der Bäume noch vollständig ist, was einerseits das Schussfeld für die Schützen schmälert, andererseits dem Wild vermehrte Deckung bietet und somit den möglichen Jagderfolg verringert. Schließlich ist in aller Regel die Vermarktungssituation für Wildbret kurz vor Weihnachten am besten.

• Wie beeinflusst die Witterung das Verhalten des Wildes und wann soll der Jäger auf die Jagdausübung verzichten?

Bei Hitze und Dürre zieht das Wild sehr spät, meist erst Nachts, wenn es etwas abgekühlt hat, ungern zueht Schalenwild bei gewittriger Stimmung oder kurz vor einem abendlichen Regen. Besonders günstig hingegen, sind die Tages- und Abendstunden nach einem Gewitterregen. Im Herbst und Winter verspricht Frost und eine Hochdruckwetterlage guten Erfolg. Nieselregen beeinflusst dagegen das Verhalten des Wildes oft überhaupt nicht und so kommt man sogar bei solchem Wetter Wild recht gut in Anblick, da Störungen durch Spaziergänger weniger wahrscheinlich sind.

Bei starkem Wind und heftigem Regen liegt insbesondere das Niederwild sehr fest und drückt sich wo immer möglich. Auch das Schalenwild verlässt bei solchen Verhältnissen ungern seinen Einstand, weil es über sein Haupt- Sicherungsorgan keine oder nur ungenaue Informationen bekommen kann. Es kann die Situation nicht ein- und abschätzen und wird daher mögliche Gefahren vermeiden. Eine alte Jägerregel lautet: Wenn der Sturm jagt, soll der Jäger nicht jagen. Daher sollte auch der Jäger insbesondere bei Sturm und starkem Wind lieber in seinem „sicheren Einstand“ verbleiben.

• Was ist eine „Neue“ und wie verhält sich das Wild bei Neuschnee?
Man spricht von einer „Neuen", wenn Neuschnee auf eine alte Schneedecke fällt. Erst bei einer Neuen kann man sicher im Revier abspüren, abfährten oder auf Sauen kreisen.
Bei dem ersten Neuschnee läuft das Wild meist recht wenig. Erst am zweiten Tag nach dem ersten Schneefall hat sich das Wild an die neue Situation gewöhnt.

• Bei welcher Witterung soll die Jagdausübung auf Schalenwild nicht stattfinden?
Bei Harsch (hart gefrorener Schnee) schürft sich das flüchtende Schalenwild die Decke/Schwarte an den Läufen durch das Eis auf. Bei hoher Schnee-lage, bei der das Schalenwild in seiner Flucht beeinträchtigt wird, soll ebenfalls die Jagdausübung eingestellte werden.

Im Sommer, an sehr heißen Abenden soll man kein Hochwild beschießen. Hier besteht die Gefahr, dass das beschossene Wild nicht sofort gefunden wird und mit Sicherheit am anderen Morgen verhitzt (für den menschlichen Genuss nicht mehr geeignet) ist.

• Wie verhält sich der Jäger bei Gewitter im Revier?
Bei Gewitter gibt es keine Regel, die dem Jäger im Revier Schutz bietet. Grundsätzlich sollten Ansitzeinrichtungen und der Wald verlassen werden. Das Unterstellen unter einem Baum kann bei Gewitter lebensgefährlich sein, in der Nähe eines Blitzeinschlages ist der Jäger durch das aufgebaute elektrische Spannungsfeld gefährdet. Kann sich der Jäger bei Gewitter in sein Auto flüchten, so ist er dort sicher und sollte das Gewitter abwarten. Nach einem Gewitter zieht das Wild gerne auf die Äsungsflächen und Wiesen, wo sich dann der Ansitz lohnt.

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