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Zielfernrohr Auswählen - Testbericht

01/08/2011
jaeger-werden
Zielfernrohr Auswählen - Testbericht

Mit Ihrem Gewehr wäre das optische Equipment ein bedeutsames praktisches Arbeitsgerät aller Wild-Jäger. Das Verhalten der Wildtiere sowie die indem verbundenen großen Fluchtentfernung benötigen für das Observieren hochwertige Ferngläser und bei Jagen für einen zuverlässigen Schuss gute Zielfernrohre.

Bis auf die Physik betreffenden Fundamenten der Jagd-Optik sind in diesem Kapitel optische Vorstellungen sowie Qualitätseigenschaften beschrieben genauer gesagt ausgerichtet. Weiterhin soll auf besondere Eigenschaften der verschiedenartigen Modellen von Zielfernrohren, Ferngläser sowie Spektiven eingegangen.

Optische Grundbegriffe. Binokulare— in diese Betrachtungen werden Zielfernrohre eingeschlossen — haben die Aufgabe, entfernte Gegenstände dem menschlichen Auge durch Vergrößerung näher zu bringen, um Details besser erfassen zu können. Dazu bedient jeder sich der lichtbrechenden Merkmal von Glaskörpern bestimmter Form (Linsen, Prismen). Ein Binokular besteht aus dem Objektiv, dem Umkehrsystem und dem Okular. Die in das Objektiv einfallenden Lichtstrahlen versorgen ein höhen- und seitenverkehrte Abbildung, das durch das Umkehrsystem wieder richtiggestellt und in der Okularbildschicht mit dem Objektiv betrachtet wird. Das Umkehrsystem wird bei Binokulare aus Prismen und bei Fernrohren aus einer Linsenverknüpfung gebildet (siehe Schnittdarstellungen). Optische Optik-Geräte werden grundsätzlich durch zwei Zahlen gekennzeichnet, wobeidie erste für die Zoomierung, die zweite für den Okulardurchmesser steht.

Die Vergrößerung gibt an, um wieviel näher eine Sache erscheint, wenn es statt mit bloßem Auge mit dem Binokular betrachtet wird. Das scheinbare Näherrücken läßt sich berechnen, indem die tatsächliche Distanz durch die Zoomierung geteilt wird. Der Objektivdurchmesser bezeichnet den wirksamen Durchmesser des Objektivs (Eintrittspupille). Denn zur Umgehung von optischen Fehlern, wie zum Beispiel mangelnde Randschärfe, werden nicht selten Blenden eingebaut. Mit der Ermittlung des Durchmessers der Austrittspupille läßt sich aber ein bisschen bemerken, ob die angegebenen Kenndaten auch zutreffen. Der Objektivdurchmesser dividiert durch die Vergrößerung ergibt nämlich den Durchmesser der Austrittspupille. Entspricht der errechnete Wert nicht dem gemessenen, stimmen entweder der angegebene Objektivdurchmesser oder die Vergrößerung nicht mit den Kenndaten überein.

Die Austrittspupille ist das die Fotoinformation enthaltende, aus dem Okular austretende, kreisrunde „Lichtbündel" am Auge des Betrachters. Bei einer korrekte abgestimmte, optische Anlage erscheint die Austrittspupille als gleichmäßig helle Kreisfläche, wenn man aus ca. 30 cm Distanz gegen das Okular blickt. Die Pupille des Auges öffnet sich bei einem  jungen Menschen nur bis auf etwa 7 mm. Mit zunehmendem Alter nimmt diese sogenannte AdaptionsSachkenntnis (Anpassung an die Licht) aber ab, so dass ältere Leute nur noch eine Pupillenöffnung von etwa 4 mm haben. Es ist dann unnötig, eine Jagd-Optik mit größerer Austrittspupille zu wählen. Bei der Neuanschaffung eines Binokulars oder Fernrohres sollte dieser Umstand berücksichtigt werden. Der Durchmesser der Austrittspupille ist zwar für die Bildhelligkeit bestimmend, nicht wohl für die Dämmerungszahl. Die früher verwendeten Begriffe „Geometrische Lichtstärke" sind schon längst nicht mehr zeitgerecht, und deshalb soll dieses Thema hier auch nicht noch einmal aufgewärmt werden, indem dazu Stellung genommen wird. Trotzdem werden diese Zahlen immer noch in einigen alten Bücher aufgeführt.

Für die Sachkenntnis des Absehens und Erkennens bei schlechten Lichtverhältnissen ist eine andere Größe eingeführt worden: Die Dämmerungsleistung oder noch genannt die Dämmerungszahl. Rein rechnerisch ist dies die Quadratwurzel aus dem mit der Vergrößerung multiplizierten Objektivdurchmesser. Die Dämmerungszahl nimmt also mit zunehmendem Objektivdurchmesser und/ oder Vergrößerung zu. Diese Verständnis ist das Ergebnis wissenschaftlicher Untersuchungen. Eine hohe Dämmerungszahl ist dennoch nur vertretbar, wenn die Austrittspupille nicht größer ist als die Augenpupille, und wenn ein unterer Grenzwert von 3-4 mm nicht unterschritten wird. zu guter Letzt wird zumindest jedem Eigentümer eines Spektives sofort einleuchten: Ein Spektiv 30x60mm hat die respektable Dämmerungszahl von ca. 42,4, ein als „Nachtglas" gerühmtes Fernglas 8 x 56mm aber nur die Hälfte, nämlich 21,2. Jeder Jäger weiß wohl, dass er ein Spektiv schon längst zusammengeschoben hat, während er mit dem 8 x 56mm noch in Ordnung sehen könnte.

Eine weitere Kenngröße ist das Ansichtsfeld. Damit wird der Durchmesser des überblickbaren Bildausschnittes — bezogen auf 1 km (bei Zielfernrohren 100 m) — angegeben. Maßgebend dafür ist nicht der Objektivdurchmesser, sondern die Zoomierung und vor allem das Okular, das es bei entsprechend konstruktiver Auslegung auch Brillenträgern bietet (nach Umstülpung der Gummimanschette oder Hereindrücken der Schiebe-Okularmuscheln), das volle Sehfeld einzubehalten. Ein großes Sehfeld ist natürlich sinnvoll, weil es das Auffinden eines Objektes abschwächt.

Qualitätseigenschaften

Aus den auf der Jagdoptik gravierten Angaben ergeben sich nachprüfbare Kenndaten (Durchmesser der Austrittspupille, Dämmerungszahl), aus denen sich die wichtigsten Beurteilungskriterien induzieren lassen. Andere Besonderheiten sind nur mit teilweise aufwendigen Laboruntersuchungen zu bestimmen oder sogar allgemein nicht meßtechnisch erfassbar, weil sie denn subjektiver Art sind.

Sicher erwartet man beim Blick durch ein Binokular ein gestochen scharfes Bild, und zwar nicht nur in der Mitte, sondern auch zum Rand hin. Das optische System kann also über die gesamte Bildraum ein gleichmäßiges, hohes Auflösungsvermögen zusichern. Darunter versteht man die Kompetenz, feinste Linien oder Konturen scharf abzubilden. Für die visuelle Bildgüte ist noch aber der Kontrast bedeutsam, der die Kantenschärfe von Konturen beschreibt. Ein brillantes Foto ist klar und scharf ohne Farbstich und Grauschleier. Zur Umsetzung dieser Forderung trägt die Vergütung essentiell bei. Zur Reduzierung von Reflexionen werden die Glasflächen mit einer mineralischen Substanz bedampft. Bei hochwertigen Zielfernrohre werden sacht nur die außenliegenden Flächen des Objektivs und des Okulars vergütet, sondern alle Luft-Glas-Flächen eben innerhalb des optischen Systems. Geschicht dies nicht, ergibt sich durch Reflexionen Falschlicht, was ein kontrastarmes, flaues Foto zur Konsequenz hat.

Es wird zwar über die gesamte Bildebene eine gleichmäßige Bildgüte angestrebt, doch läßt s sich nicht vermeiden, dass dient zum Rand hin nachläßt. Die verminderte Randschärfe darf wohl nicht überbewertet werden, weil sich das Sehen ohnehin auf den Bereich der Bildmitte konzentriert.

Durch die Vergütung wird wohl nicht nun der Kontrast gesteigert, sondern auch die Licht-Permeabilität. Falls man sich vor Augen hält, dass an jeder Glas-Fläche durch Spiegelungen ein Lichtverlust von 5 bis 8% entsteht, lässt sich leicht einsehen, dass sich dies auf die Bildbeleuchtung auswirken muss. Die Lichtdurchlässigkeit kommt nun in keiner der in den Tabellen angegebenen Kenndaten zum Ausgabe. Diese beruhen exklusiv auf rechnerischen Werten und lassen keinen Rückschluß auf die Bildbeleuchtung besser gesagt -güte zu. Ein weiteres Qualitätseigenschaft ist die mechanische Ausführung. In der Realität, wird die Jagdoptik vielfachen Spannungen ausgesetzt. So ist beispielsweise eine gewisse Robustheit gegenüber Stoßbeanspruchungen unbedingte Forderung für einen störungsfreien Verwendung. Das gleiche gilt für die Dichtung gegen Wasser und Staub, für den zuverlässigen Korrosionsschutz von Stahlteilen (Fernrohre) sowie für die Exaktheit und Leichtgängigkeit der Scharfeinrichtung und der Dioptrienkorrektur auch bei tiefen Temperaturen.

Zlelfernrohre

Ein modernes Jagdwaffe - gleichgültig ob Büchse oder kombinierte Gewähr ist ohne Zielfernrohr kaum noch vorstellbar. Selbst auf ausgesprochenen Drückjagdgewähr , wie Doppelbüchsen, ist diese Art der Zieleinstellung vielmals anzutreffen. Die Ursachen dafür befinden sich auf der Hand: Durch die Verwendung eines Zielfernrohres ist ein präzises Schießen viel eher schaffbar als über Visier und Korn. Wie ist das zu bestimmen? Das menschliche Auge ist untauglich, unterschiedlich weit entfernte Gegenstände zur selben Zeit scharf zu sehen. Es ausreicht also nicht, die drei Bildebenen Visier (Kimme), Korn und Ziel zusammenfallend und mit gleicher Schärfe auf der Netzhaut abzubilden. Das Jagd-Optik löst dieses Problem in idealer Weise: Durch die Zielfernrohr erscheint das Ziel und das Absehen auf einer Bildebene, zudem wird das Ziel doch noch vergrößert dargestellt.

Der prinzipielle optische Struktur eines Jagd-Optiks ist zuvor schon dargestellt worden. Als Kennzeichen muss erwähnt werden, dass die Austrittspupille 8-9 cm hinter dem Okular liegt. Durch diese Perspektive des Okulars wird der volle Bildausschnitt bei einem Augenabstand von 8-9 cm wahrgenommen. Somit werden Augen- und Kopfüberschreitungen des Schützen bei der Rückstoßverschiebung der Waffe vermieden.

Durch den Standpunkt des Absehens sind zwei verschiedene Arten von Jagd-Fernrohren gekennzeichnet. Das Absehen kann sich nämlich in der Objektiv oder doch noch in der Okularbildebene befinden. Aus dieser unterschiedlichen Qualität sichern sich aber entscheidende Eigenarten und Konsequenzen. Bei den meisten Jagd-Zielfernrohren europäischer und Russischer Produzenten ist das Absehen in der Objektivbildebene plaziert.

Diese Optik-Muster ist sehr robuster und damit störungsunanfälliger, weil für die Bewahrung einer konstanten Treffpunktlage nur die völlig feste Lagerung des Absehens und des Objektivs bedeutsam sind. Das Umkehrsystem und das Okular dürfen in der Theorie bisschen geigeln, ohne dass dies eine Zielverschiebung zur Folge hätte. Befindet sich das Absehen wohl in der Okularbildebene, bewirken halt geringste Versetzungen des Umkehrsystems oder doch des Okulars Variationen der Ziellinie. Deswegen werden bei diesen Jagd-Zielfernrohren massiv hohe Erwartungen an die mechanische Genauigkeit gesetzt. Dies ist insbesondere gültig für Fernrohre mit variabler Vergrößerung (Zoom).

Die unregelmäßige Ansicht, dar Brillenträger oder von Haftschalen können eine Treffpunktverlagerung bewirken. Eigenständig von der Modell des Zielfernrohres wird das Ziel immer im Anhang mit dem Absehen in der Okularbildebene betrachtet. Es ist doch egal, ob dies durch eine Brille oder mit bloßem Auge geschieht, die Ziellinie ändert sich unter keinen Umständen.

Unterschiedlicher Lichteinfall in das Objektiv oder Okular darf sich auch nicht auf die Treffpunktlage auswirken, weil das Absehen viel weit im Inneren des Jagd-Optiks liegt, dass eine ausgeprägte Beleuchtung nicht schaffbar wäre. Ein Zielfernrohr darf natürlich keine Macke aufweisen und deswegen könnten optische Einflüsse als Grund für Trefferverlagerungen ausgeschlossen werden. Fluktuationen ergeben sich nur durch mechanische Einwirkungen auf die Gewähr oder das Zielfernrohr.

Das Absehen der Zielfernrohr bietet der Jäger eine gute Gelegenheit zum Entfernungsschätzen. Solange die Abbildung ständig bleibt, geht diese Technik bei beiden Zielfernrohrtypen, vorausgesetzt, man kennt den Distanz zwischen den Balken des Absehens bezogen auf eineen Abstand von 100 m. Die Abweichung zwischen den beiden Modellen wird bei variabler Zoomierung augenfällig. Wenn scih das Absehen in der Objektivbildebene befindet, wird bei einem Wechsel der Vergrößerung das Absehen in dem gleichen Größenverhältnis wie das Ziel mitvergrößert. Das Entfernungsschätzen könnte doch bei jeder beliebigen Zoomierung genau so vorgenommen werden. Im Gegenteil dazu bleibt das Absehen des anderen Zielfernrohrmodells bei jeder Vergrößerung permanent, und nun die Zielbild ändert sich. Es sichern sich zuletzt für jede Vergrößerung der Optik diverse Balkenabstände, so dass diese Zielfernrohre für das Entfernungsschätzen nur eingeschränkt passend wären. Als Beispiel Nikon und Bushnell bieten neuerdings Zielfernrohre mit integriertem Entfernungsmesser an.

Die folgenden Abwicklungen sind wieder für beide Zielfernrohrbauarten gültig: Moderne Jagd-Optik haben ein zentriertes Absehen, das Heißt das Absehen bleibt bei dessen Einstellung ständig in der Mitte des Bildes. Diese Einrichtung ist ebenso sehr komfortabel, so kann sie doch wohl  Schwierigkeiten mit sich einfahren. Ist wie man weiß ein Endpunkt der ho-

rizontalen oder vertikalen Einstellung erreicht, könnte dies nicht mehr durch die Stelle des Absehens im Foto erkannt werden. Versucht der Jäger dann weiter zu korrigieren, bleibt das Absehen in der Endlage still stehen. Manche Hersteller (Leupold, Bushnell und Zeiss) ausstatten deswegen die Verstellscheiben mit einer zusätzlichen Skala oder Zeichnung, aus denen die jeweilige Lage des Absehens hervorgeht.

Zu den komfortfördernden Tendenzen bei Zielfernrohren gehört ebenso die generelle Einleitung von Höhen- und Seitenverstellungen sowie die Klickverstellung. Der früher für die Seitenverstellung zuständige Support am Hinterfuß der Fernrohrmontage dient heutzutage nur noch — wenn er generell verfügbar wäre — der Grobjustierung. Die Klickeinstellung erhielt ihre Bezeichnung durch die Auflösung der Absehen-Justierscheibe. So ist die Treffpunktlagenänderung erleichtert worden, weil eine Raste einer exakt definierten Treffpunktverlage auf 100 m Entfernung bedeutet.

Leider haben sich die besten Optik Hersteller noch nicht zu einer Normung entschließen könnten, so dass die Aufspaltung der Rasten von Zielfernrohr zu Zielfernrohr uneinheitlich ist. Das gleiche ist ebenso für die Richtungsänderung des Absehens gültig. Rechts- oder Linksdrehung der Justierscheibe ist eben auch nicht bei allen Modellen Opik sinngleich mit einer bestimmten Richtungskorrektur. Um den Munitionskonsum beim Einschießen einzuschränken, soll sich deswegen der Wild-Jäger das Manual zu dem Zielfernrohr akkurat durchlesen.

Um die Auswahl des Absehens gibt es in Jägerkreisen immer wieder heiße Gesprächen. Dabei werden nicht selten subjektive Beweise vorgebracht. Das ist eben nicht überraschend, dass im Internet gibt nur wenige sachlich begrünndete Auswahlkriterien.

Die Absehen auf dem Bild (siehe unten) werden wegen ihrer universellen Einsatzmöglichkeit immer wieder am häufigsten verwendet. Sie eignen sich für einen punktgenauen Schuß bei hellem Tageslicht auch wie für das Schießen bei schlechten Lichtverhällnissen. Die relativ dicken Balken wären eben noch in der Dämmerung gut zu erfassen, so dass ein Jäger sich daran erkunden könnte. Ist das Fadenkreuz des Absehens 4 nicht mehr zu sehen, muss gleichwohl berücksichtigt werden, dass, im Unterschied zum Absehen 1, das Anvisieren mit der Balkenoberkante (waagerechte Balken) eine Trefferverlagerung (Tiefschuß) ergibt. Die Absehen mit einem dünnen Fadenkreuz sind für jagdliche Zwecke nicht oder fast gar nicht passend (fehlende Optionen des Entfernungsschätzens), ihr Einsatzfeld ist der Schießstand. Spezielle Drückjagden-Zielfernrohre werden gern mit dem Absehen 4A bestellt, da die fehlenden Querbalken ein Erfassen des Zieles erleichtern. Unabhängig von den Vorzügen und Nachteilen der unterschiedlichen Ausführungen soll ein Wild-Jäger das Absehen erwählen, mit dem er am besten er individuell klar kommt.

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Manche Zielfernrohr-Hersteller sind dazu übergegangen, einige Oprikmodelle mit einem beleuchteten Absehen oder einem kleinen roten Leuchtpunkt (wie z.B. Aimpoint) in dessen Mitte zu versehen. Die Helligkeit ist kontrollierbar, so dass eine Veränderung das Umgebungslicht schaffbar ist. Eine Optimierung beim Schuß in der Halbdunkel wird dadurch aber nicht bei allen Geräten gelungen, weil das Absehen das Ziel überstrahlt. Der Besitz von Fernrohre dieser Art ist nach dem derzeit geltenden Recht schon erlaubt.

Zu erwähnen sind noch Zielfernrohr Zieleinrichtungen für das Flüchtigschießen. Es sind dies Vorrichtungen ohne Aussehen, also ebenso ohne Vergrößerung, in Mitte des Bildes sich ein roter Punkt befindet, der entweder selbst leuchtet oder doch durch das Tageslicht beleuchtet wird. Der Vorteil dieser Fernrohre ist ein großes Blickbereich, wodurch ein fast Erfassen des Zieles erleichtert wird. Diese Zielmittel sind heutzutage erlaubt.

Im Zusammenhang mit dem Zielfernrohr muss der Begriff Parallaxe erwähnt werden. Es ist dies die scheinbare Verschiebung des Absehens zum Ziel, wenn das Auge aus der optischen Achse des Zielfernrohrs gerührt wird. Zusammenfassend hat jedes Jagd-Zielfernrohr Parallaxe, die autonom von Bauart, dem Fabrikat oder der Vergrößerung ist. Diese Erscheinung tritt auf, wenn sich das Absehen nicht ganz genau in der Bildebene befindet, also je nach Modell in der Objektiv- oder Okularbildebene. Es muss zwischen zwei Gründe unterschieden werden, die jedoch beide die gleiche Erscheinungsform haben:

Da ist zunächst die natürliche Parallaxe. Ein Zielfernrohr könnte immer wieder nur auf eine Distanz parallaxefrei verstellt werden. In der Regel sind das auf 100 Meter. Visiert ein Jäger fühlbar näher oder entfernter liegende Ziele an, ergibt sich eine offenbare Absehen/Zielverzögerung, und zwar um so stärker, je weiter der Zielpunkt von der parallaxefreien Entfernung liegt, je größer der Objektivdurchmesser ist und je weiter das Auge aus die Mitte das Bildes bewegt wird. Nun wenn von den ungünstigsten Verhältnissen ausgegangen wird, ist der Parallaxefehler so gering, dass er in der Revierstreuung untergeht. Wird eine andere parallaxefreie Distanz als 100 m gewünscht, etwa weil dies die Revierverhältnisse erfordern z.B. bei Hochgebirgsjagd, so kann eine Umstellung ohne weiteres erfolgen.

Parallaxe könnte aber eben durch unbeabsichtigte Anpassungen am Zielfernrohr auftreten. Ausgelöst durch die sehr hohen Rückstoßbelastungen könnte sich die Objektivlinse lockern oder das Absehen in axialer Richtung versetzen. Wird das Zielfernrohr ferner leicht verbogen oder durch eine unsachgemäße Zielfernrohr-Montage (nur bei Ringmontagen) eingeschnürt, verändert sich die Lage des Absehens in der Bildebene. Das Ausmaß der dadurch hervorgerufenen Parallaxe kann dann das der natürlichen Parallaxe um ein vielfaches und in extremen Fällen, besonders bei kleinen Zielen und großen Distanzen, sogar zum Fehlschuß führen.

Aus dem Wesen der Parallaxe ergibt sich die Kontrolltechnik. Das festgelegte Zielfernrohr wird auf einen 100 m entfernten Punkt eingestellt und das Auge dann aus der Bildmitte bewegt. Wechselt sich dabei das Absehen gegenüber dem Zielpunkt fühlbar mit ein Paar Zentimeter, so liegt ein Parallaxeerror vor, der verbessert werden soll.

Wird der Jäger nun vor dem Problem gestellt, welches Zielfernrohr am geeignetsten ist, so läßt sich das nicht mit einem Satz beantworten. Sicher ist wohl, dass gerade bei der Erwerbung dieses Ausrüstungsgegenstandes übertriebenes Sparen meistens Unzufriedenheit und Sorge mit sich bringt.

Wer in einem Jagd-Revier, in dem sowohl geringe als auch große Schußentfernungen vorliegen können, soll einem variablen Zielfernrohr mit großer Variationsbreite den Vorzug geben, um sich den jeweiligen Situationen ideal anpassen zu können. Wer auf die Jagd bei schlechten Lichtverhältnissen angewiesen ist, muss eine Optik mit hoher Dämmerungszahl und geeignetem Absehen auswählen. Variable Zielfernrohre, bei denen das Absehen in der Okularbildebene liegt, sind für diesen Anwendung nicht so gut passend, weil sich das Absehen nicht mitvergrößert und daher die zu dünnen Balken als Zielhilfe kaum doch noch scheinbar sind. Zum Flüchtigschießen eignen sich spezielle Optiken mit geringer Vergrößerung und großem Ansichtsfeld.

Im Allgemeinen soll jeder Jäger sich vor der Einkauf eines Zielfernrohres mehrere Modelle vorlegen lassen und diese unter verschiedenen Wetter- und Lichtbedingungen erproben, wobei Bildhelligkeit, Auflösungsvermögen, Sehfeld und Randschärfe die wesentlichsten Beurteilungskriterien sein können.

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